Was ist ein HNO-Notfall?

Wenn andere Arztpraxen als vertretende Arztpraxis (etwa als Urlaubsvertretung) angegeben werden, so erfolgt die Vertretung üblicherweise nur für Patienten mit akuten Notfällen im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten. Auch die fachärztliche Notfallpraxis in Würzburg sowie die Nutzung von HNO-Kliniken etwa in nächtlichen Zeiten ist HNO-Notfällen vorbehalten.

 

Lebensbedrohliche Situation?

Vorweg sei klargestellt: Bei unmittelbar lebensbedrohlichen Zuständen – auch wenn sie den Bereich von Hals/Nase/Ohren betreffen – sollte immer die Notfall-Rufnummer 112 angerufen werden sollte, um ganz schnelle Hilfe durch einen Notarzt des Rettungsdienstes zu bekommen.

So können beispielsweise Schwellungen im Halsbereich Luftnot hervorrufen, durchaus lebensbedrohlich werden. Auch heftiges, nicht nachlassendes Nasenbluten oder Blutungen nach Operationen im Nasen- oder Halsbereich können lebensbedrohlich sein.

Es ist also mitunter abzuwägen, ob man sich an den HNO-Notfalldienst wendet oder (sicherheitshalber) gleich an den Rettungsdienst (Rufnummer 112).


HNO-Notfälle

Von vornherein unzweifelhafte HNO-Notfälle sind zum Beispiel nicht nachlassendes Nasenbluten, Blutungen nach Operationen im Nasen- oder Halsbereich, ein Fremdkörper in Hals oder Nase. Plötzlicher anhaltender massiver Schwindel.

Zunehmende Schwellungen im Hals und Kehlkopfbereich mit Atemnot gehören natürlich auch zu den HNO-Notfällen. Aber hierbei, oder wenn ein nicht nachlassendes Nasenbluten heftig ist, muss, wie schon gesagt, das Rufen des Rettungsdienstes (Rufnummer 112) erwogen werden, wenn die Fahrt zu einem diensthabenden HNO-Arzt oder zu einer HNO-Klinik, wo eventuell noch Wartezeit in Kauf genommen werden muss, eventuell zu lange dauern könnte.

 

HNO-Eilfälle

Ein plötzlicher Hörverlust (der sich etwa als Hörsturz herausstellen kann) und akute Ohrgeräusche (Tinnitus) werden nicht als Notfall, sondern als sogenannte "Eilfälle" angesehen. Eilfälle müssen nicht unbedingt sofort behandelt werden. Bei diesen genügt eine Behandlung innerhalb von achtundvierzig Stunden, obwohl selbstredend eine möglichst zeitnahe Behandlung immer besser ist. Aber hier kann zum Beispiel erwogen werden, beispielsweise erst am nächsten Tag in die reguläre Sprechstunde des HNO-Arztes zu kommen.

 

HNO-Akutfälle

Patienten mit akuten erheblichen Schmerzen sind als sogenannte Akutfall-Patienten anzusehen. Sie sollten sich in der HNO-Praxis während der regulären Sprechzeit oder in der HNO-Notfallpraxis in Würzburg am Wochenende oder an Feiertagen melden.

 

Eher kein Notfall?

Bei Beschwerden, die schon mehrere Tage bestehen und die sich nicht gerade akut verschlimmern oder bei bagatellhaften Beschwerden sollte eigentlich davon auszugehen sein, dass eher kein Notfall vorliegt.

Wenn Patienten in Fällen, die möglicherweise kein Notfall sind, eine für Notfälle angegebene Praxis oder Klinik aufsuchen, kann dort aus Zeitgründen und wegen des Vorranges unzweideutiger Notfälle das Vorgehen auf das Ausschließen eines Notfalles beschränkt werden und ein Weiterverweisen zur Diagnose und Behandlung an eine örtliche HNO-Praxis erfolgen, sofern sich nicht tatsächlich ein Notfall herausstellt.

Bei Unsicherheit darüber ob ein HNO-Notfall vorliegt oder darüber, was getan werden sollte, kann auch eine vorherige telefonische Beratung über die bundesweite Notfall-Rufnummer 116 117 oder eine Beratung durch die HNO-Notfallpraxis in Würzburg, Telefon 0931 822833, eventuell hilfreich sein, sofern nicht, wie schon dargestellt, eine unmittelbar lebensbedrohliche Situation vorliegt, die sowieso das Rufen des Rettungsdienstes (Rufnummer 112) erfordert.