Dr. med. Angela Bosold   ·   Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde   ·   Homöopathie
Bad Kissingen, Salinenstraße 4 b   ·   Tel. (09 71) 78 59 22 44
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Was ist ein HNO-Notfall?

Wenn Arztpraxen als vertretende Arztpraxis (etwa als Urlaubsvertretung) angegeben werden, so erfolgt die Vertretung üblicherweise nur für Patienten mit akuten Notfällen im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten. Auch die fachärztliche Notfallpraxis in Würzburg sowie die Nutzung von HNO-Kliniken etwa in nächtlichen Zeiten ist HNO-Notfällen vorbehalten.

Wie aber sind Notfälle von Nicht-Notfällen zu unterscheiden?

Obwohl es als selbstverständlich anzusehen ist, sei zur Beantwortung dieser Frage vorweggenommen genannt, dass bei unmittelbar lebensbedrohlichen Zuständen (auch wenn sie den Bereich von Hals/Nase/Ohren betreffen) immer die Notfall-Rufnummer 112 angerufen werden sollte, um ganz schnelle Hilfe durch einen Notarzt des Rettungsdienstes zu bekommen.

Von den im Folgenden behandelten sogenannten HNO-Notfällen könnte daher gedacht werden, dass diese eigentlich "nur" Notfälle seien, die nicht lebensbedrohlich wären. Eine solche Vereinfachung wäre aber falsch. Denn beispielsweise die im Folgenden genannt Schwellungen im Halsbereich, die Luftnot hervorrufen, können durchaus lebensbedrohlich werden. Es ist also mitunter abzuwägen, ob man sich an den HNO-Notfalldienst wendet oder (sicherheitshalber) gleich an den Rettungsdienst (Rufnummer 112).

Von vornherein unzweifelhafte HNO-Notfälle sind zum Beispiel nicht nachlassendes Nasenbluten, plötzlicher anhaltender Schwindel oder ein Fremdkörper in Hals oder Nase. Auch Patienten mit akuten erheblichen Schmerzen sind als Notfall-Patienten anzusehen.

Akute Atemnot und zunehmende Schwellungen im Hals und Kehlkopfbereich gehören natürlich auch zu den HNO-Notfällen. Hierbei muss aber wie schon gesagt das Rufen des Rettungsdienstes (Rufnummer 112) erwogen werden, wenn die Fahrt zu einem diensthabenden HNO-Arzt oder einer zu einer HNO-Klinik eventuell zu lange dauern könnte. Auch heftiges, nicht nachlassendes Nasenbluten kann lebensbedrohlich sein, so sich das Rufen des Rettungsdienstes (Rufnummer 112) erforderlich machen kann.

Ein plötzlicher Hörverlust (der sich etwa als Hörsturz herausstellen kann) und akute Ohrgeräusche (Tinnitus) werden nicht als Notfall sondern als sogenannte Eilfälle angesehen, die nicht unbedingt sofort sondern innerhalb von zwei Tagen behandelt werden sollten.

Bei Beschwerden, die schon mehrere Tage bestehen und die sich nicht gerade akut verschlimmern oder bei bagatellhaften Beschwerden sollte eigentlich davon auszugehen sein, dass eher kein Notfall vorliegt.

Wenn Patienten in Fällen, die möglicherweise kein Notfall sind, eine für Notfälle angegebene Praxis oder Klinik aufsuchen, kann dort aus Zeitgründen und wegen des Vorranges unzweideutiger Notfälle das Vorgehen auf das Ausschließen eines Notfalles beschränkt werden und ein Weiterverweisen zur Diagnose und Behandlung an eine örtliche HNO-Praxis erfolgen, sofern sich nicht tatsächlich ein Notfall herausstellt.

Bei Unsicherheit darüber ob ein HNO-Notfall vorliegt oder darüber, was getan werden sollte, kann auch eine vorherige telefonische Beratung über die bundesweite Notfall-Rufnummer 116 117 eine Beratung durch die HNO-Notfallpraxis in Würzburg, Telefon 0931 822833, eventuell hilfreich sein, sofern nicht, wie schon dargestellt, eine unmittelbar lebensbedrohliche Situation vorliegt, die sowieso das Rufen des Rettungsdienstes erfordert.

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